Das Heute häutet sich

 

 

Heute häutet sich die Gegenwart,

verliert seine Gegensätze im Redefluss der duckenden Ichs.

Hauptsätze, Nebensätze, Vorsätze.

Lächeln, ein bisschen bodenlose Verlegenheit, mir nichts,dir nichts.

Am Abgrund und Boden zwei Narzissen,

dort zwitschern unsere Kniekehlchen zwischen Rotkehlchen,

jubilieren die Deutung der Bedeutung von Rot.

Zum Denken blieb keine Zeit,

ein bisschen Biss in unsere saftigen Schultern,

zitternde Lust in den Leibern.

Beim Höhepunkt erfasste uns der tiefste Punkt.

Der Morgen wartet durch diesen Punkt Versatz zu werden.

Erst Übermorgen mögen vergangene Sinnlichkeiten einen Sinn erhalten.

Ich fiebere danach und schwitze mir die Einsicht aus den Poren.

Vielleicht trifft sich eines Tages eine aufbäumende Scham am Fuße des Venushügel

und nascht von den Bäumen der Erkenntnis,

wahrscheinlich im wahren Schein von Übermorgen.

Bestimmt werden aus Linien geborgene Strahlen.

die geborgte Umgebung um Vergebung bitten.

 

 

Gedichtwettbewerb 2009/2010

Und die Liebe ...?!

-Lyrikanthologie-

Liebe, im Bild

https://books.google.de/books?id=XeHNDrRB_LgC&pg=PA34&lpg=PA34&dq=Und+die+Liebe+...?!+G%C3%BCnter+Zabel&source=bl&ots=DFysImOoU3&sig=Y6xIY-2dPPFg8rHEs73iuE2VrUw&hl=de&sa=X&ei=J9hcVc6ROMO6swGploHAAQ&ved=0CDQQ6AEwAg#v=onepage&q=Und%20die%20Liebe%20...%3F!%20G%C3%BCnter%20Zabel&f=false

 

 

Eichenblatt Literatur, Norderstedt, 2010

ISBN 978-3842335929

 

 

© Günter Zabel

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